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Ich bin Jana Frank und habe dieses Projekt ins Leben gerufen.
Vor fünf Jahren habe ich einen Schicksalsschlag erlitten,
von dem ich mich nicht so schnell erholen dürfte.
"Sie haben Krebs" – lautete das Urteil der Ärzte.
Die Prognosen der Ärzte waren nicht gerade optimistisch.
Aber wie gesagt, das war vor 5 Jahren.
Ich lebe noch und genieße jeden neuen Tag. Mittlerweile bin ich frei von Metastasen und meine Tumormarker weisen einen Normalwert auf.

Onkologen und Chirurgen haben ihr Bestes gegeben, um mein Leben zu retten. Aber ich selbst habe auch viel zu meiner Genesung beigetragen, dabei geholfen hat mir ein Buch von Dr. Carl Simonton. Ich zeichnete um dein Leben und erstattete im Internet eine Art Bericht für die Welt, indem ich meine Erlebnisse und meine Bilder publizierte. Ich bekam viel Feedback: Sehr viele Menschen baten mich um Rat, wollten meine Bilder sehen oder schickten mir ihre eigenen zu. In einem Zweikampf mit einer Krankheit fühlt man sich sehr oft einsam und verlassen. Es tut sehr gut zu wissen, dass man nicht alleine ist. Es ist wichtig, seine Erfahrungen zu teilen, und zu sehen, wie andere gleiche Probleme lösen.

Onkologen und Chirurgen haben ihr Bestes gegeben, um mein Leben zu retten. Aber ich selbst habe auch viel zu meiner Genesung beigetragen, dabei geholfen hat mir ein Buch von Dr. Carl Simonton. Ich zeichnete um dein Leben und erstattete im Internet eine Art Bericht für die Welt, indem ich meine Erlebnisse und meine Bilder publizierte. Ich bekam viel Feedback: Sehr viele Menschen baten mich um Rat, wollten meine Bilder sehen oder schickten mir ihre eigenen zu. In einem Zweikampf mit einer Krankheit fühlt man sich sehr oft einsam und verlassen. Es tut sehr gut zu wissen, dass man nicht alleine ist. Es ist wichtig, seine Erfahrungen zu teilen, und zu sehen, wie andere gleiche Probleme lösen.

Wie sie anfangen? Gestalten Sie eine Doppelseite (oder gleich mehrere?) in einem meiner Hefte. Machen Sie den ersten Schritt, lassen Sie sich dabei von den Bildern der anderen Teilnehmer inspirieren. Oder zeigen Sie, wie Sie das machen, wenn Sie bereits ein erfahrener Kämpfer sind! Teilen Sie Ihre Erfahrungen, Ihren Kampfgeist und Ihre Gedanken mit den Anderen, und Sie erhalten die Unterstützung einer ganzen Armee von Helden.

Falls Sie mich bereits kennen und bereit sind anzufangen, lesen Sie weiter unter Was soll ich darstellen? und Wie kann ich teilnehmen?. Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie unter FAQ.

Der folgende Text ist für alle, die an Details interessiert sind und die volle Version meiner Geschichte lesen möchten.

Im November 2003 erfuhr ich, dass ich krebskrank bin. Die Krankheit wurde bei mir im fortgeschrittenen Stadium entdeckt, und die Prognosen der Ärzte waren sehr pessimistisch. Danach kamen anderthalb Jahre Chemotherapie. Dazwischen brauchte ich drei schwere Operationen, mit dem Resultat, dass die Chemotherapie wegen meiner schwachen Vitalwerte frühzeitig abgebrochen werden musste. Ich beschloss meinem Leben einen neuen Sinn zu geben und neu anzufangen. Ich war schon immer ein reger, optimistischer Mensch, habe aber niemals damit gerechnet, dass mein Körper mich im Stich lassen könnte. In meiner neuen Situation begriff ich auf ein Mal, dass ich mit meiner Gesundheit und meinen Kräften behutsamer umgehen sollte. Ich freute mich jetzt noch mehr auf jeden neuen Tag, versuchte wieder zu meiner Kreativität zu finden, machte mir Gedanken über meinen zukünftigen Berufsweg, denn die Ärzte empfielen mir, das mit der Agenturarbeit zu vergessen. Ich selbst hatte auch keine Lust mehr, als Creative Director zu arbeiten und für Hunderte von Menschen und für Millionen von Dollars die Verantwortung zu tragen. "Jetzt wird alles anders!"- sagte ich mir.

Aber der Mensch denkt und Gott lenkt… Acht Monate später erwartete mich ein neuer Schicksalsschlag: Es wurden Metastasen in meiner Leber gefunden. Ich konnte es einfach nicht fassen! Ich habe doch so tapfer für meine Genesung gekämpft! Ich habe alle erdenklichen Therapien auf mich genommen, so auf meine Gesundheit geachtet. Und das Wichtigste: ich war stets so optimistisch! Wie konnte das passieren? Mit jedem Tag habe ich mich ja schon viel besser gefüllt. Ich habe wieder zugenommen und habe sogar angefangen, wieder Sport zu treiben. Meine Ärztin für Onkologie seufzte nur, dass ich wohl ein "klassischer Fall" bin. Offensichtlich hatte die Chemotherapie nicht gereicht, und es ist ganz typisch für Metastasen, die überlebt haben, gerade nach so einer Frist wieder aufzutauchen. Gerade solche Patienten fühlen im Anfangsstadium nichts, nehmen zu, usw. Eine typische Geschichte also.

An dem Tag wurde mir klargemacht, dass die Ärzte alles Mögliche für mich tun würden, es aber nicht mehr viele Möglichkeiten gab. Bevor ich zu tausenden neuen Untersuchungen geschickt wurde, nahm meine Ärztin ein Buch aus dem Regal und reichte es mir: Carl Simonton, "Wieder gesund werden. Eine Anleitung zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte für Krebspatienten und ihre Angehörigen." "Sie zeichnen doch?"- fragte sie mich. "Vielleicht hilft Ihnen das…" "Es wird Ihnen helfen, wenn Sie an sich glauben. Glaube ist die beste Medizin. Für den Selbstheilungsprozess ist es enorm wichtig, zu kämpfen und nicht aufzugeben" – fügte sie hinzu.

Im Krankenhaus und in den Warteschlangen zu unzähligen Tomografien, Röntgenaufnahmen und Untersuchungen las ich das Buch. Es ging darum, dass jeder Mensch durch Zeichnen dazu fähig wäre, die eigene Krankheit zu besiegen. Zugegeben, auf den ersten Blick war das Buch nichts besonderes. Simonton führte unzählige Statistiken an, untersuchte, was der Unterschied ist, zwischen Menschen, die gesund werden, und denen, die sich entschieden haben zu sterben und ihr Schicksal einfach hingenommen haben. Seine Statistiken zeigten, dass "Kämpfer" viel öfter auf der Gewinnerseite standen und oft viel länger lebten, als die Ärzte es prophezeit haben.

Laut Dr. Simonton hilft der Kampf gegen die Krankheit nicht nur zu überleben, sondern auch den langwierigen Prozess der Genesung und die Therapien zu ertragen. Der Betroffene wird sehr stark durch Chemotherapie, Bestrahlung und mehrfache Operationen demoralisiert und geschwächt. Es scheint zwar einfacher, die ganze Zeit dazuliegen und auf das Ende zu warten (wie auch immer es ausfallen sollte), besser ist aber, zu kämpfen. Noch vorhandene Kräfte sollten für Bewegung, Essen und Trinken verwendet werden, anstatt sie an Schwermut, Ängste und Weinen zu vergeuden.

Letztendlich glaubte ich Dr. Simonton. Es war womöglich der letzte Strohhalm, an dem ich mich noch halten konnte. Das Zeichnen und Malen war mein Terrain. Wieso nicht? Mit Begeisterung stürzte ich mich in die Kreativität… und war auf der Stelle bitter enttäuscht. Zum einen merkte ich, dass ein richtiges Bild nicht in frage kommt. Meine Kräfte reichten gerademal dafür aus, ein Paar Linien zu zeichnen. Außerdem landete ich immer wieder im Krankenhaus, wo ich im Bett liegen musste und keine Farben und Pinsel benutzen konnte. Meine ersten Versuche brachten mir nur das Gefühl von Hilflosigkeit und Niederlage. Und das, obwohl das Zeichnen und Malen mein Beruf war! Was würden da "Amateure" erleben?

Bekanntlich macht Not erfinderisch. Mit der Zeit fand ich Mittel und Wege mich der Kunst zu widmen, ohne meine Kräfte stark zu beanspruchen. Kollagen waren meine Antwort! Anstelle von Kleber benutzte ich immer öfter Heftklammern oder Tesafilm. Die unzähligen Zeitungen und Illustrierten, die mir so großzügig ins Zimmer gebracht wurden, fanden in meinen Kollagen ihr zweites Leben. Die Technik und der Stil waren dabei zweitrangig. Hauptsache, ich war mit meinem Kopf wo anders, nicht bei meiner Krankheit. Ich versank in der Kreativität und war mir absolut sicher, dass ich diesen tödlichen Zweikampf als Gewinner überstehe.

Trotz meiner Einstellung waren die Ergebnisse der Untersuchungen nicht gerade erfreulich. Sechs Wochen später kam eine neue Entscheidung – eine weitere, tiefgreifende Operation wartete auf mich. Ich sollte mich von ? meiner Leber trennen. Auf die Gefahr hin, dass die Leber nach so einem Eingriff ihre Funktion komplett einstellen könnte. Aber die Gefahr, dass die Metastasen in den kommenden Wochen die Leber komplett zerstören und auf die Lunge übergreifen, war bei Weitem größer. Vor der Operation kamen immer wieder Ärzte in mein Zimmer und schüttelten den Kopf: "Es tut uns sehr leid!" Sie versprachen zwar alles Mögliche zu tun, sagten aber ganz offen, dass meine Überlebenschancen sehr gering waren. Ich saß, in einer festen Umarmung mit dem Simonton-Buch und meinem Kollagen-Heft, auf dem Bett und euphorisierte: "Sie werden noch sehen, ich komme bald wieder auf die Beine! Ich bin sicher, dass es nicht so schlimm ist!" Irgendwann tauschten zwei Ärzte verständnissvolle Blicke aus, und ich begriff, dass sie mich für verrückt halten. In ihren Blicken stand: "Ist schon gut. Viele kommen nicht zurecht mit so einer Erkrankung, und schliesslich ist das nicht die schlimmste Form von Wahnsinn".

Die Geschichte geht aber noch weiter.

Nach dem Aufwachen aus der Narkose erreichten mich erstmal nur Bruchstücke von Informationen: "Es ist etwas Merkwürdiges passiert…" "Lasst uns später darüber reden…", "Ich glaube, sie hatte doch Glück…"
Als ich dann richtig wach wurde, erfuhr ich die volle Version der Geschichte. Nachdem mein Bauch geöffnet war, stellte man fest, dass die Metastasen kein typisches Krankheitsbild aufwiesen. Sie sahen auf dem Tomografie-Bild und auch bei der Ultraschall-Untersuchung sehr charakteristisch aus, taten es aber nicht, als man sie mit bloßem Auge betrachtete. Alle möglichen Ärzte wurden in den OP gerufen, um den Befund zu beäugen. Schliesslich wurde während der OP eine Gewebeprobe entnommen und direkt ins Labor geschickt. Der Pathologe kam bald mit den Ergebnis zurück, die Metastasen seien zu einem großen Teil verkümmert. Er fragte, wieso man eine Patientin so einer schweren Operation unterzieht, wo sie doch offensichtlich ganz gut auf die Chemotherapie anspricht. Der einzige Hacken dabei war der, dass meine letzte Chemo 8 Monate her war...

Die Ärzte gingen das Risiko ein, und nähten meinen Bauch wieder zu. Sie beschlossen mir noch eine Chance zu geben und zu beobachten, wie sich das ganze entwickeln würde. In den ersten Wochen wurde ich regelmäßig untersucht, um sicher zu gehen, dass das Wachstum der Metastasen tatsächlich nicht fortschreitet. Seitdem bin ich ein häufiger Gast bei den radiologen. Ein paar Mal gab es auch schon Grund für neue Panikspiralen, aber ich gewann jedes mal wieder. Bei jeder Tomografie sind die alten Metastasen zu sehen, was die Ärzte zu neuen Diskussionen anspornt. Sie haben sich aber bis heute nichts verändert, und ich lebe weiter.

Im Verlauf meiner Krankheit führte ich ein Online-Tagebuch. Viele Menschen, die das Gleiche durchgemacht haben, schrieben mir. Ich bekam Post von Erkrankten, deren Freunden und Verwandten und von den Menschen, die einfach helfen wollten. Ich habe jedem geantwortet und freute mich über deren Fortschritte. Es gibt natürlich kein Allheilmittel, aber eine Chance diesen schweren Kampf zu gewinnen. Viele Menschen sind der Krankheit doch unterlegen und ich bekomme immer noch Post von ihren Kindern, Verwandten und Freunden, die in ihrem Kummer eine Stütze suchen.

Als die Anzahl der Briefe kontinuierlich zunahm, merkte ich, dass all die Menschen vor denselben Problemen stehen. Alle fühlen sich isoliert, alleine gelassen, wissen nicht, wo sie anfangen sollen, suchen ein positives Beispiel, wollen wissen, wie die Anderen mit ihren Problemen umgehen. Sie finden aber schwer Beispiele oder Anhaltspunkte. Die meisten sitzen allein zu Hause, und niemand weiss, wo sie zu finden sind. So versuchen sie alle weiter im Alleingang zu kämpfen. Manche haben sich dabei aufgegeben. Ich schuf dieses Projekt, um den Menschen, die kämpfen wollen, eine Starthilfe zu geben. Denjenigen, die schon kämpfen - eine Möglichkeit über ihre Erfolge und Ideen zu berichten. All die, die ihr Mitgefühl und ihre Anteilnahme mitbringen, sind ebenso willkommen. Schliesslich sollen sie sich alle einfach treffen, sich finden und sehen, daß es andere gibt.

Ich testete die Simonton-Metode am eigenen Leib im Bezug auf eine onkologische Krankheit. Ich weiß nicht, ob diese Methode auch bei anderen Krankheiten funktioniert, schliesse es aber nicht aus. Denn in erster Linie handelt es sich um eine kreative Beschäftigung, die von der Krankheit ablenkt und eine Grundlage für einen aktiven, hartnäckigen Widerstand gegen die Erkrankung bietet. Ich lade alle zu diesem experimentellen Projekt ein, die ihrem Leid die Stirn bieten wollen (was auch immer es ist). Ich selbst teile hier mein Wissen, meine Rezepte des Glücklichseins und meine Entdeckungen mit den Anderen. Alle Arbeiten der Teilnehmer werden hier veröffentlicht und dienen der Inspiration und der Ermunterung anderer Mitstreiter.

Jeder, der einen ersten Schritt macht, nähert sich um einen Schritt seiner Genesung! Indem er seinen Schritt den anderen Zeigt, inspiriert er auch die anderen zum weiterkämpfen. Willkommen in der Welt der Gewinner!